Projekte

ISTER - Connecting historical
Danube region´s Roman routes

 

Im Sommer 2020 wurde der unter der Federführung des Nationalen Historischen Museums Transsilvaniens ausgearbeitete Projektantrag „ISTER-ConnectIng hiSTorical Danube rEgion´s Roman routes“ bewilligt. Das Projekt wurde somit ins aktuelle transnationale INTERREG-Donauprogramm aufgenommen. Es entspricht der Priorität 2 des Programms „Umwelt und Kultur in der Dona-Region“ und dem Ziel 2.2. „Stärkung der nachhaltigen Nutzung natürlicher und kultureller Ressourcen“. Dessen Umsetzung wird zur Aktivierung der raumbezogenen Entwicklungspotenziale sowie der Stärkung der donauraumweiten grenzüberschreitenden Governance-Strukturen beitragen.

Dem Projekt stehen bis Ende 2022 ca. 2,05 Millionen Euro aus den Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung.
Weitere Informationen über die Europäische Regionalpolitik können Sie hier finden.
Zu den Informationen über das INTERREG-Donauprogramm in Deutschland gelangen Sie anhand dieses Links.
Die englischsprachige Internetseite des ISTER-Projekts ist unter dem folgenden Link abrufbar.

Sollten Sie Fragen oder Anregungen zum Projekt haben, wenden Sie sich beim Regionalverband Ostwürttemberg an Frau Nordhus (07171/92764-16, nordhus@ostwuerttemberg.org) oder Herrn Buika (07171/92764-14, buika@ostwuerttemberg.org)

PROJECT INFORMATION IN OVERVIEW:

  • Start date: 01.07.2020
  • End date: 31.12.2022
  • Budget (euro): 2 067 958, 95
  • Priority: environmentally and culturally responsible Danube region
  • Specific objective: foster sustainable use of natural and cultural heritage and resource

Das Römische Kulturerbe im Donauraum ist in den letzten Jahren aufgewertet worden, jedoch unterschiedlich intensiv und nur lokal bzw. punktuell. Das Potenzial der Einbeziehung dieses Erbes in nachhaltige lokale und regionale Entwicklungsprozesse bleibt insbesondere auf der grenzüberschreitenden internationalen Ebene bei weitem nicht ausgeschöpft.

Das Ziel des ISTER-Projekts ist es also, das alte Römische Straßen- und Siedlungsnetz entlang der Donau (wieder) zu entdecken bzw. zu beleben und dieses in eine gemeinsame öko-kulturelle Route zu integrieren.

Die geplante Projektaktivitäten werden auf den 3 Handlungsfeldern durchgeführt (siehe Graphik)

Erstens setzt nachhaltige Nutzung des kulturellen Römischen Erbes das geschärfte Bewusstsein voraus, dass dieses Erbe bis heute eine erhebliche identitätsstiftende Rolle insbesondere auf der lokalen Ebene spielt. Infolge der Schutz- und Restaurationsmaßnahmen wird dieses Erbe sichtbarer und folglich wahrnehm- und erlebbarer. Das lässt Bewahrung und touristische und kulturelle Nutzung miteinander vereinbaren. Aber auch auf der regionalen und internationalen Ebene lässt die gemeinsame Römische Geschichte zahlreiche Gemeinsamkeiten von Großbritannien bis zum Schwarzen Meer und darüberhinaus finden und erleben. Dies eröffnet weite Perspektiven der zukünftigen Zusammenarbeit.

Abb. 1 Grenzen des Römischen Kaiserreichts um 150 n.Ch. (Quelle: Wikipedia)

 

Zweitens muss die angesprochene touristische und kulturelle Nutzung durch stärkere Verbindung mit den anderen Wirtschaftsbranchen intensiviert werden. Dafür ist wiederum stärkere Verknüpfung des materiellen Erbes (Reste alter Siedlungen, militärische Anlagen, Straßen und Routen, etc.) mit dem immateriellen, nämlich dem vorhandenen Wissen über die Römische Geschichte notwendig. Wird eine solche funktionale Integration erfolgen, dann können erweiterte und deswegen attraktivere touristisch kulturelle Angebote vor Ort zur neuen Wertschöpfung beitragen. Vielversprechend ist in diesem Zusammenhang die internationale Dimension solcher Prozesse.

 

Um dies zu realisieren ist drittens eine Bündelung von Fachwissen, kreativen Ideen, Geschäftsvisionen, administrativen Entscheidungsbefugnissen usw. im Rahmen einer breiten Zusammenarbeit und Kooperation vonnöten. Eine stabile Governance-Struktur, die einerseits lokale, regionale und internationale Ebene verbinden und anderseits einzelne Entwicklungsprogramme aufeinander abstimmen würde, könnte der Institutionalisierung der langfristigen nachhaltigen Nutzung des Römischen Erbe insgesamt im Donauraum und insbesondere in Ostwürttemberg dienen.

Abb.3 Abbildung des Organigramms der Deutschen LIMES-Kommission (Quelle: Deutsche LIMES-Kommission)

 

 

 

Die ISTER-Projektpartnerschaft bringt insgesamt 25 Regionen und Institutionen aus 8 Ländern des Donauraums zusammen.

15 Projektpartner werden finanziell direkt gefördert. Das sind:

  • Lead-Partner: Das Nationale Historische Museum von Transsilvanien (Cluj-Napoca, Rumänien)
  • Planungs- und Entwicklungsbüro URBASOFIA (Bukarest, Rumänien)
  • Landkreis Alba Iulia (Alba Iulia, Rumänien)
  • Das Bulgarische Wirtschaftsforum (Sofia, Bulgarien)
  • Transnationale Donauentwicklungsgruppe gGmbH (Pécs, Ungarn)
  • Landkreis Veszprém (Veszprém, Ungarn)
  • Das Stadtmuseum und Galerien von Ljubljana (Ljubljana, Slowenien)
  • Das Wissenschafts- und Forschungszentrum Bistra Ptuj (Ptuj, Slowenien)
  • Das Slowenische Geodätische Institut (Ljubljana, Slowenien)
  • Die Universität für Bodenkultur (Wien, Österreich)
  • Regionalverband Ostwürttemberg (Schwäbisch Gmünd, Deutschland)
  • pakora.net – Netzwerk für Stadt und Raum (Karlsruhe, Deutschland)
  • Die Regionalagentur für Entwicklung und Europäische Integration (Belgrad, Serbien)
  • Die Entwicklungsagentur des Kantons Una-Sana (Bihać, Bosnien und Herzogovina)
  • Archäologischer Kulturpark Niederösterreich Betriebsges.m.b.H. (Petronell-Carnuntum, Österreich)

Weitere 10 strategische und assoziierte Partner verfügen über kein Budget. Sie sind verbunden mit geförderten Partnern aus dem jeweiligen Land und tragen zum Projekt mit ihren spezifischen Kenntnissen und Expertise bei. Das sind:

  • Landkreis Zalău, Landkreisrat (Zalău, Rumänien)
  • Stadt Ptuj (Slowenien)
  • Das Regionale Historische Museum der Stadt Vidin (Vidin, Bulgarien)
  • Das Tourismus-Office der Stadt Bihać (Bihać, Bosnien und Herzogovina)
  • Die Gesellschaft des Ökomuseums „Casilino AdDuasLauros“ (Rom, Italien)
  • Die Kulturgesellschaft „OMNIA-URBES“ (Rom, Italien)
  • Der Verein Deutsche Limes-Straße e.V. (Aalen, Deutschland)
  • Das Nationale Institut für Kulturerbe (Bukarest, Rumänien)
  • Das „Laczkó Dezső“- Museum (Veszprém, Ungarn)
  • Das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg (Esslingen, Deutschland

  • Archäologischer Park „Poetovio“ (Ptuj, Slowenien; Link)
  • Villa Romana Balaca (Ungarn; Link)
  • Die römische Stadt Ulpia Eskus (Bulgarien; Link)
  • Römisches Erbe in Carnuntum (Österreich; Link)
  • Archäologischer Park Emona (Slowenien; Link)
  • Partner stellt sich vor: Stadt und Landkreis Veszprem (Ungarn; Link)

  • Römische Städte in heutigem Bulgarien (Bulgarien, Link)
  • Die ehemalige Provinzhauptstadt Sarmizegetusa (Rumänien; Link)
  • Römische Siedlung Salla als Knotenpunkt auf der Bernsteinstraße (Ungarn; Link)
  • Projektpartner stellt sich vor: Das Stadtmuseum von Ljubljana (Slowenien; Link)
  • Archäologische Ausstellung „Im Herzen von Poetovio. Ptuj im Römischen Imperium“ (Slowenien; Link)
  • Römische Ursprünge der ältesten ungarischen Stadt Szombathely (Ungarn; Link)

  • Die Suche nach ehemaligen römischen Routen:
    magnetometrische Methode und Drohnenluftaufnahmen (Rumänien; Link)
  • Der 1. ISTER-Workshop in Veszprém:
    Interessens- und Entscheidungsträger zusammenbringen! (Ungarn; Link)
  • Ist römisch gleich römisch?
    Onomastische Widersprüche in Transdanubien (Ungarn; Link)
  • Römische Spiele 2021 der Stadt Ptuj (Slowenien; Link)

  • Römerstraße Neckar-Alb-Aare e.V: Sumelocenna und römische Ursprünge der Stadt Rottenburg am Neckar (Deutschland; Link);
  • ISTER AWARD: Das Nationale Museum von Užice: Schutz und Konservation der antiken Monumente im Lapidarium (Serbien; Link);
  • ISTER AWARD: Das Nationale Museum der Union in Alba Iulia: Interdisziplinäre Methoden der Darstellung von göttlichen und mystischen Charakteren der Sammlung des Museums der Union (Rumänien; Link);
  • ISTER AWARD: Der Landkreis Vidin (Bulgarien): Transdanube Pearls – Netzwerk für nachhaltige Mobilität entlang der Donau (Bulgarien; Link).

Die geplanten Projektaktivitäten sind in 5 Arbeitspakete aufgeteilt. Die Projektpartner beschäftigen sich schwerpunktmäßig mit unterschiedlichen Paketen, abhängig davon, ob sie gefördert oder nicht gefördert werden und ob sie Regionen oder einzelne (fachliche) Institutionen vertreten.

 

 

Dieses Arbeitspaket sieht die Durchführung von zweierlei projektraumbezogenen Inventuren vor – der bekannten in Ostwürttemberg römischen Straßen und Siedlungen sowie der darauf bezogenen aktuell geltenden Natur- und Denkmalschutzregelwerke. Einzelne Inventuren der Projektpartner werden in zwei umfassende Berichte überführt sein, die Klassifizierung, Katalogisierung sowie Vergleich innerhalb der Projektpartnerschaft ermöglichen sollen.

Verantwortlicher Partner: PP 7 Das Wissenschafts- und Forschungszentrum Bistra Pruj (Ptuj, Slowenien)

 

 

In diesem Arbeitspaket sind ebenfalls zwei Handlungsbereiche anvisiert. Zunächst muss eine Recherche durchgeführt werden, deren Ziel es ist, ein regionales Netzwerk von Akteuren und Institutionen, die sich mit dem römischen materiellen und immateriellen Erbe beschäftigen (Akademie, öff. Verwaltung, Tourismusverbände, Kulturschaffende, etc.), zu erfassen. Die erfassten Personen und Institutionen müssen umfangreiche Informationen über das Projekt, dessen Ziele und geplante Ergebnisse zur Verfügung bekommen. Ein methodisches Werkzeug wird ferner helfen, bestehende oder mögliche Beziehungen innerhalb des Netzwerkes zu analysieren. Als zweiter Teil ist die Durchführung einer Reihe von Workshops vorgesehen, wobei die Mitglieder des Netzwerks sowohl aktuelle thematische Entwicklungen als auch zukunftsorientierte Entwicklungsperspektiven diskutieren.

Verantwortlicher Partner: PP 1 Planungs- und Entwicklungsbüro URBASOFIA (Bukarest, Rumänien)

 

 

Das dritte Arbeitspaket legt den Schwerpunkt auf drei Aktivitäten. Zuerst soll die Inventur der römischen Straßen und Siedlungen in Ostwürttemberg aus dem 1. Arbeitspaket inhaltlich u.a. anhand aero-scanning-Methoden und bei Feldbegehungen erweitert werden. Nachfolgend soll ein auf Geoinformationssysteme (GIS) basierter Atlas die römischen Routen im Donauregion veranschaulichen. Schließlich wird eine technische Grundlage für eine App entwickelt werden, die die gemeinsame ISTER-öko-kulturelle Route nutzbar und erlebbar machen wird. Der Regionalverband wird für die App-Entwicklung eine Meinungsumfrage durchführen, um lokale, regionale und internationale Anforderungen in Bezug auf Nutzungsfreundlichkeit miteinander zu vereinbaren.

Verantwortlicher Partner: PP 6 Das Slowenische Geodetische Institut (Ljubljana, Slowenien)

 

 

Es ist von besonderer Relevanz, langfristige Effekte der geleisteten Projektarbeit zu sichern. In diesem Sinn wird im vierten Arbeitspaket zunächst ein gemeinsamer Maßnahmenkatalog erarbeitet werden, der nachhaltige Schutz, Management und Nutzung des römischen Erbes in Zukunft stärken soll. Außerdem soll für die ISTER-öko-kulturelle Route eine Marketingstrategie erarbeitet sein, wobei das gemeinsame Narrativ um den alten Donaunamen – Ister – eine besondere Rolle zu spielen hat. Auch weitere Verstetigungsmaßnahmen (z.B. ISTER-Preis Verleihung) sind angedacht und müssen konzipiert werden.

Verantwortlicher Partner: PP 11 pakora.net – Netzwerk für Stadt und Raum (Karlsruhe, Deutschland) 

 

 

Im Rahmen dieses Arbeitspakets sollen idealerweise zweierlei Investitionen in den Regionen der Projektpartner getätigt worden sein. Zum einen soll die gemeinsame öko-kulturelle Route durch entsprechende und einheitlich für alle Projektpartner konzipierte Meilensteile bzw. sog. Miliariums gekennzeichnet sein. Zum anderen können kleinteilige Aktionen und Maßnahmen gefördert werden, die der besseren Einbettung der Route in den lokalen oder regionalen Kontext dienen.

Verantwortlicher Partner: Lead-Partner Das nationale Historische Museum von Transsilvanien.

Der 1. Transnationale Verstetigungsworkshop

(15.-16.09.2021, Alba Iulia, Rumänien)

Im Rahmen des Arbeitspakets 4 „Verstätigung und langfristige Effekte“ fand am 15. und 16. September 2021 in der rumänischen Stadt Alba Iulia der 1. Transnationale Verstätigungsworkshop statt. Er wurde federführend vom Projektpartner 2 „Bezirk Alba Iulia“ organisiert. Der Bezirk hat ein außerordentlich reiches Erbe aus der römischen Zeit, das seit einigen Jahren überwiegend mithilfe der EU-Förderung auf bemerkenswerte Weise aufgewertet wird.

Auf dem Programm des 1. Tages des Workshops stand zunächst die Beratung über bevorstehende lokale Workshops, die das Ziel haben, die Projektinhalte in die jeweiligen regionalen bzw. lokalen Kontexte zu überführen und damit Potenziale der weiteren Aufwertung des römischen Erbes in Projektländern bzw. -regionen zu diskutieren. Dabei wurden mögliche methodischen Vorgehensweisen sowie mehrere damit verbundene potenzielle Probleme besprochen.

Außerdem haben die Organisatoren des Treffen den Teilnehmern des Workshops einen Teil des Römischen Erbes der Stadt Alba Iulia vorgestellt. So wurde zunächst die Austellung zahlreicher Funde aus der Römerzeit im Nationalmuseum der Union vorgestellt. Daraufhin konnte das Gelände um das Südtor des römischen Castrum (porta principalis dextra) besichtigt werden; das Tor, das damals den Übergang vom admistrativen und militärischen Zentrum in die zivile Siedlungen markierte, wird in Alba Iulia als Wahrzeichen der Blütezeit des Römischen Imperiums auf diesem Territorium bewahrt und geehrt.

Am 2. Tag des Workshops fanden Beratungen über den aktuellen Stand in den Arbeitspaketen statt. Außerdem teilten die Vertreter der Stadt Alba Iulia ihre reichen Erfahrungen in Bezug auf die Anwendung verschiedener Marketing-Strategien, um Projektergebnisse – in ihrem Fall eine gesamtstäftische Marketingstrategtie – nachhaltig zu verstetigen.

(Fotos: Regionalverband Ostwürttemberg, 2021)

 

Der 2. Transnationale Verstätigungsworkshop

(22.-24.02.2022, Aalen, Deutschland)

Vom 22. bis 24. Februar 2022 fand im Kulturbahnhof der Stadt Aalen der 2. Transnationale Verstetigungsworkshop des Projekts ISTER statt. Der Workshop wurde vom Regionalverband Ostwürttemberg organisiert, der zusammen mit dem Deutsche LIMES Straße Verein e.V., dem Landesamt für Denkmalschutz Baden-Württemberg sowie dem Stadt- und Regionalentwicklungsbüro pakora den deutschen Teil der breiten donauraumweiten Projektpartnerschaft bildet.

Die Teilnehmer des zweieinhalbtägigen Workshops stellten sich dabei die Frage, mit welchen Instrumenten und Ansätzen sich die Projektergebnisse in der Zukunft verstetigen lassen könnten. Dabei soll unter den mehreren angedachten und teilweise bereits erreichen Projektergebnissen der gemeinsamen kulturhistorischen ISTER-Route (anders genannt VIA ISTER) entlang der ehemaligen römischen Straßen im Donauraum die höchste Bedeutung zukommen. Strukturell gesehen setzt sich die VIA ISTER aus den mehreren in den Partnerländern vor Ort festgelegten Abschnitten zusammen, die sich im Raum zwischen Porolissum in Transsilvanien und Lorch in Baden-Württemberg erstrecken und aus bekannten und wissenschaftlich nachgewiesenen sowie vermuteten römischen Straßen bestehen. Von der Konzeption her lässt sich die VIA ISTER mit dem Programm des Europäischen Rats aus dem Jahr 1987 zu kulturellen Routen vereinbaren.

Die Teilnehmer des Workshops waren sich darüber einig, dass die Aspekte Forschung, archäologischer Schutz, Marketing und lokale bzw. regionale Entwicklung für die Verstetigung der kulturhistorischen ISTER-Route von entscheidender Bedeutung sind. So machte Dr. Andreas Thiel (Landesamt für Denkmalschutz Baden-Württemberg) auf die Tatsache aufmerksam, dass ehemalige römische Routen in weiten Teilen Baden-Württembergs unerforscht bleiben. Deswegen können die Forschungsansätze, die in Bezug auf den Limes angewandt werden, zwar sehr hilfreich, aber nicht ausreichend sein. In diesem Zusammenhang ist die ISTER-Partnerschaft auf die in kommenden Monaten anstehende Auswertung von Luftbildaufnahmen sowie die Ergebnisse von lokalen magnetometrischen Untersuchungen sehr gespannt. In Bezug auf Verstetigungsstrategien im Bereich des Marketings berichtete Fr. Julia Datow-Ensling (Geschäftsführerin des Deutsche LIMES Straße e.V.) über ihre umfassenden Erfahrungen. Dabei wurde betont, dass sowohl traditionelle (Kataloge, Broschüren, Flyer, Karten, etc.) als auch moderne (z.B. App) Vermarktungsformen nachgefragt sind und dass hohe Qualität des Materials entsprechende finanzielle Förderung bedarf. Diese Einblicke sind insofern sehr wichtig, als dass im Rahmen des ISTER-Projekts technische Grundlagen einer VIA-ISTER-App entwickelt werden sollen. Fr. Vlasta Klarić (EUSAIR Expertin des Ministeriums für Tourismus und Sport der Republik Kroatien) berichtete über Potentiale des nachhaltigen Tourismus für lokale bzw. regionale Entwicklung vor dem Hintergrund der INTERREG Zusammenarbeit im adriatisch-ionischen Raum. An Beispiel des Projekts ArhKonTur (Archaeological Conceptual Tourism Guiding) wurde erklärt, dass integrative Herangehensweise (Forschung, Infrastruktur, Marketing, Werbung, etc.), Sichtbarkeit, kulturtouristische Produktentwicklung sowie Zielpublikum die Kernelemente des nachhaltigen Tourismus auf lokaler und regionaler Ebene bilden.

Im Hinblick auf die Vernetzung des ISTER-Projekts mit anderen thematischen Institutionen und Einrichtungen wurde im Rahmen des Workshops der ISTER Award Preis verliehen. Für das besondere Engagement im Sinne der Aufwertung des römischen Erbes wurden folgende Institutionen und Projekte ausgezeichnet:

  • The National Museum of Uzice, “Protection and preservation of ancient monuments in the Lapidarium of the National Museum of Uzice”, Serbien;
  • The National Museum of Unification, “3D Pantheon”, Rumänien;
  • Regional administration Vidin, “Network for sustainable mobility along the Danube / Transdanube Pearls”, Bulgarien.

Die Diskussion über die Verstetigungsansätze im ISTER-Projekt wird im Laufe des nächsten Workshops im Sommer in Wien finalisiert werden. Das Gesamtprojekt läuft noch bis zum Ende des Jahres 2022.

1. regionaler ISTER-Workshop

„Römisches Erbe als Faktor der lokalen und regionalen touristischen Entwicklung“

 

In Ostwürttemberg ist in den letzten Jahren viel getan worden, um das römische Erbe sichtbar, wahrnehmbar und erlebbar zu machen. Zusammen mit regionalen Interessens- und Entscheidungsträgern sollen im Rahmen des Workshops Perspektiven der zukünftigen thematischen Zusammenarbeit ausgelotet, ungenutzte Aufwertungspotenziale herausgearbeitet und mögliche Ansätze für deren Entfaltung diskutiert werden.

Der 1. ISTER-Newsletter

Der 2.ISTER-Newsletter

Der 3. ISTER-Newsletter

Der 4. ISTER-Newsletter