Regionalplanung

Planungsinstrument 
der
räumlichen Planung

Regionalplanung

Regionalplanfortschreibung

Der Regionalplan 2010 für Ostwürttemberg, der seit dem Jahr 1998 verbindlich ist, wird nun fortgeschrieben, da dessen Zeithorizont von 15 Jahren abgelaufen ist. Um eine weiterhin zukunftsfähige Entwicklung der Infrastruktur, der Siedlung und des Freiraumschutzes in der Region Ostwürttemberg gewährleisten zu können, wird der Regionalplan aktuell erneuert.

Aktueller Stand

Nach umfassender Grundlagenerarbeitung und Bestandsanalyse wurde für jeden der Themenkomplexe Siedlungsentwicklung, Freiraumentwicklung und Infrastruktur Einzelkonzepte erarbeitet, die zu einem ersten räumlichen Gesamtkonzept zusammengefügt wurden. Nachdem im Sommer des Jahres 2021 eine informelle Beteiligung aller Städte und Gemeinden in der Region erfolgte, wird aktuell das räumliche Gesamtkonzept erstellt, das die kartografischen Festlegungen (Vorranggebiete und Vorbehaltsgebiete) für die Region enthält. Bevor eine formelle Beteiligung der öffentlichen Stellen, Kommunen, Verbände und Vereinigungen erfolgt, wird derzeit noch ein Textteil mit den verbalen Festsetzungen, den sog. Plansätzen, verfasst.

Gesamtkonzept

Der neue Regionalplan wird Aussagen zu verschiedenen Themen treffen. Die regionale Siedlungsstruktur wird die Raumkategorien, Entwicklungsachsen und die Struktur der zentralen Orte aus dem Landesentwicklungsplan 2002 zusammenfassen. Das Kapitel Siedlungsentwicklung trifft Aussagen zur zukünftigen Entwicklung von Wohnbau- und Gewerbeflächen der Kommunen und regelt die großflächige Ansiedlung von Einzelhandelsbetrieben. Verschiedene Freiraumbelange werden durch vielfältige Gebietsfestlegungen und entsprechende textliche Ausführungen geschützt werden.

Hierzu zählen Gebiete für die Bodenerhaltung, für die Landwirtschaft, die Forstwirtschaft, die Erholung und den Hochwasserschutz sowie regionale Grünzüge und Grünzäsuren. In diesen Zusammenhängen haben auch Klimafolgenanpassung und Klimaschutz einen hohen Stellenwert im neuen Regionalplan. Um den Einsatz erneuerbaren Energien in der Region voranzutreiben, werden auch Gebiete geplant und dargestellt, die sich aus regionalplanerischer Sicht besonders für eine Nutzung durch Freiflächen-Photovoltaik eignen. Das Kapitel regionale Infrastruktur wird neben Standorten und Trassen für die Energiewirtschaft auch zentrale Aussagen zu allen Verkehrsthemen treffen, die von regionaler Bedeutung sind.

Ausgenommen aus der Gesamtfortschreibung des Regionalplans 2010 ist das Kapitel „Rohstoffsicherung“. Hierfür wurde bereits eine Teilfortschreibung durchgeführt, die seit dem 18. Januar 2019 rechtkräftig ist. Auch die Teilfortschreibung „Erneuerbare Energien“ wird übernommen und durch das o.g. Freiflächen-Photovoltaik-Konzept ergänzt.

Für Sitzungsvorlagen und Beschlussfassungen, die die Regionalplanfortschreibung betreffen, besuchen Sie bitte unser Gremieninformationssystem.