Kocher-Brenztal-Projekt

Der Bereich an der Landesentwicklungsachse des Kocher-Brenz-Abschnitts zwischen Aalen und Sontheim a. d. Brenz ist ein zentraler Teil der Region in vielerlei Hinsicht: nicht nur rein geographisch, sondern auch wirtschaftlich, aber auch angesichts der Entwicklung von Bevölkerung und Arbeitsplätzen. In diesem höchst industrialisierten Raum wird in der Zukunft eine starke weitere Entwicklung stattfinden. Dies trifft insbesondere den Raum zwischen Aalen und Heidenheim, wo die Verkehrsinfrastruktur schon an ihren Leistungsgrenzen angelangt ist.

Mit dem Regionalentwicklungsprojekt ‚Kocher-Brenztal‘ möchte der Regionalverband die interkommunalen Themen breiter anlegen, damit die vielfältigen Konfliktpotenziale zwischen Siedlung, Freiraum und Verkehr und weiterer Infrastruktur in diesem zentralen Bereich der Region in der Zukunft möglichst gut bewältigt werden können. Zudem sollte das Projekt auch als Modell für die Fortschreibung des Regionalplans Ostwürttemberg 2035 dienen. Mit seinem schnelleren geplanten Zeitablauf stellt das Projekt eine gute Gelegenheit dar, mit einem breiten Spektrum von Akteuren auf ein Gesamtkonzept für diesen Talraum hin zu arbeiten, um sinnvolle, integrierte, regionalplanerische Konzepte für Verkehr und Infrastruktur, Freiraum und Siedlungen im Teilraum selbst, aber darüber hinaus auch für die Region zu schaffen. Neben regionalplanerischen Festlegungen für den zukünftigen Regionalplan werden konkrete Projektideen zur Umsetzung auf der kommunalen Ebene gemeinsam diskutiert werden.

Andy Serrano Photographie

Vorgesehen ist wie folgt:

•    Phase 1: Berichterstattung (fortlaufend)

•    Phase 2: Raumuntersuchung + Leitziel Entwicklung (Frühling - Herbst 2020)

•    Phase 3: Offenes Regionalforum und Arbeitsgruppen Treffen (Winter 2020/21)

•    Phase 4: Leitbilderstellung (Winter 2020/21 - Frühling 2021)

•    Phase 5: Maßnahmenkatalogerstellung (Sommer 2021)

•    Phase 6: Projektauswahl und Abschluss (Herbst 2021 – Frühling 2022)

Bei Phase 1 wird eine kontinuierliche Berichterstattung stattfinden. In Phase 2 wird eine Raumuntersuchung die Auswertung bestehender Initiativen sowie den Abgleich kommunaler Planwerke in der Region mit den Zielen des Regionalentwicklungsprojektes umfassen. Zudem wird im Rahmen der Raum+ Erhebung (Mai-Juli 2020) in Gesprächen mit Bürgermeistern im Projektraum über Entwicklungsperspektiven ihrer Kommunen in Zusammenhang mit vorläufigen Planungen des zukünftigen Regionalplans durchgeführt. Auch soll auf zwei Treffen des Beraterkreises der Projektrahmen festgelegt sowie die Leitziele abgestimmt und priorisiert werden. Der Grundriss des Leitbilds wird in dieser Phase in Zusammenarbeit vom Regionalverband Ostwürttemberg und dem Planungsbüro agl Hartz • Saad • Wendl begonnen.

Um einen weiteren Kreis von wichtigen Akteuren aktiv in die Planung einzubeziehen, wird im nächsten Schritt (Phase 3) ein offenes Regionalforum durchgeführt. Auf diesem sollen verschiedenste Akteure, wie lokale Experten aus den Kommunen, Verbänden, der Industrie und weiteren wichtigen Bereichen, zusammen mit den Bürgermeistern der beteiligten Kommunen über das Projekt diskutieren. Das offenes Regionalforum dient einerseits dazu, Informationen über das Projekt und seine relevanten Ziele und Initiativen der beteiligten Kommunen auszutauschen, und andererseits zur Diskussion und Akteure-Vernetzung innerhalb der drei Themenbereiche: 1) Tourismus, Naherholung und Gesundheit; 2) Wirtschaft, Siedlung und Verkehr sowie 3) Landnutzung, Gewässer, Biotope und Naturschutz. Hier wird eine erste gemeinsame Sitzung von Interessierten zu den drei Themenbereichen stattfinden, dabei werden weitere Initiativen, Projekte und räumliche Schwerpunkte diskutiert werden, um das Leitbild weiter zu präzisieren, und eine Aufteilung für weitere Arbeitsgruppen-Treffen abgesprochen.

Nach dem aktiven Beteiligungsprozess wird das Leitbild mit räumlichem Konzept fertiggestellt sowie ein erster Entwurf eines Maßnahmenvorschlags mit den Projektideen der Arbeitsgruppen erarbeitet (Phase 4-5). Eine weitere Sitzung des Beraterkreises dient zur Abstimmung des Leitbilds und der ersten Priorisierung der Projekte.

Im letzten Schritt werden Starterprojekte vom Beraterkreis definiert, deren Fördermöglichkeiten bzw. Finanzierungspartner bewertet, die Kommunikation der Endergebnisse diskutiert und die Weiterführung des Projekts abgestimmt. Des Weiteren werden der endgültige Maßnahmenkatalog und ein öffentlichkeitswirksames Faltblatt über das Projekt erstellt. Am Projektende soll ein regional abgestimmtes Vorgehen in Hinblick auf die integrierte Entwicklung des Betrachtungsraumes und eine Verstärkung von Kommunikations- und Koordinationsnetzwerken resultieren.

Das Projekt vereint acht Städten und Kommunen in den zwei Landkreise der Region Ostwürttemberg. Die Laufzeit des Projekts beträgt ca. 27 Monate (Frühling 2020 – Frühling 2022).

Sollten Sie Fragen oder Anregungen zum Projekt haben, wenden Sie sich beim Regionalverband Ostwürttemberg an Ihar Buika, Telefon 07171/92764-14, E-Mail: buika@BitteLöschen.ostwuerttemberg(dot)org

News

02.11.2020

Mobilitätspakt AA-HDH startet mit Unterzeichnung

15.10.2020

Verbandsversammlung und gemeinsame Sitzung mit den Mitgliedern des Mobilitätspaktes Aalen-Heidenheim am 21.10.2020

21.09.2020

Regionales Fahrdiensttreffen und Beteiligung am Aktionstag für Nachhaltigkeit

10.08.2020

Auftaktveranstaltungen des ISTER Projekts

03.08.2020

Regionalverband Ostwürttemberg mit umfangreicher Tagesordnung


7. Änderung des Regionalplans 2010 Ostwürttemberg „Gewerbegebiet Im Riegel“, Neresheim;

rechtskräftig seit dem 07.02.2020.

8. Änderung des Regionalplans 2010 Ostwürttemberg "Giengener Industriepark A7 (GIP A7)", Giengen a. d. Brenz;

rechtskräftig seit dem 13.03.2020.

Die Unterlagen der Regionalplanänderungen zur öffentlichen Einsicht finden Sie hier.