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Verkehrswende auf der Rems-, Murr- und Oberen Jagstbahn

©Regionalverband Ostwürttemberg

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Die Interessengemeinschaft für den Schienenkorridor zwischen Stuttgart und Nürnberg, die sich im Jahr 2013 gegründet hat, kämpft proaktiv für die Umsetzung der Klimaziele der beteiligten Länder Baden-
Württemberg und Bayern, indem sie den schienengebundenen Verkehr auf der Verbindung zwischen Stuttgart und Nürnberg attraktiver und fahrgastfreundlicher gestalten möchte, um so Anreize zur Reduzierung des Individualverkehrs zu geben. Diese Optimierung ist das Gebot der Zeit und ist ohne Alternative, so Landrat a.D. Klaus Pavel, der Sprecher der Interessengemeinschaft am vergangenen Donnerstag, 28.10.2021 anlässlich der Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft in Crailsheim. Ziel ist es, den Menschen entlang von Rems-, Murr- und Oberer Jagstbahn eine attraktive, bequeme und schnelle Zugverbindung in die Metropolen im Norden und Osten Deutschlands und in Richtung Mannheim, Frankfurt und Zürich und zwischen Stuttgart und Nürnberg anzubieten.

Das von der IG zusammen mit dem Verkehrsministerium Baden-Württemberg und den Landkreisen Schwäbisch Hall, Ostalbkreis und Rems-Murr-Kreis in Auftrag gegebene Gutachten der Ramboll Deutschland GmbH liegt den Auftraggebern vor und wurde anlässlich der Sitzung der IG vorgestellt. Gegenstand der Untersuchung war ein komplexes Angebots- und Infrastrukturkonzept unter Annahme von notwendigen infrastrukturellen Maßnahmen, die in unterschiedlichen Planfällen untersucht worden waren, u.a. ein zweigleisiger Ausbau und eine Ertüchtigung von Eisenbahnstrecken auf der Murrbahn
und der Oberen Jagstbahn. Die Untersuchung zeigt ein gutes Kosten-Nutzenverhältnis für das beschriebene Angebot und weist für beide Strecken eine Reihe von Infrastrukturinvestitionen sowohl in
Schienengleise als auch in Bahnhofsinfrastruktur und in die Leit- und Sicherungstechnik auf, um eine Fahrzeitverkürzung zu erreichen.

In der Sitzung der Interessengemeinschaft ist Landrat Gerhard Bauer, Landkreis Schwäbisch Hall, als Nachfolger von Klaus Pavel zum neuen Sprecher gewählt worden. Er zeigte sich erfreut, dass das nun
vorliegende Gutachten bekräftigt, dass ein stabiler und vertakteter Fernverkehr auf der Murrbahn wirtschaftlich und durch Ausbaumaßnahmen optimiert betrieben werden kann. Die Strecke über
Backnang und Schwäbisch Hall-Hessental wurde im Bundesverkehrswegeplan bereits in den vordringlichen Bedarf aufgenommen und er geht davon aus, dass das Ergebnis der Studie in den
Deutschlandtakt integriert wird. Die herausgearbeiteten Maßnahmen müssen so schnell wie möglich umgesetzt werden, damit die Bürgerinnen und Bürger ein besseres Angebot in der Region wahrnehmen
können. Die Angebotsverbesserung ist auch ein wichtiger Baustein der Verkehrswende, so Landrat Bauer.

Als stellvertretenden Sprecher wählte die Interessengemeinschaft einstimmig den Landrat des Ostalbkreises, Dr. Joachim Bläse, der seinerseits bekräftigte, dass es das gemeinsame Ziel sei, die
Fernverkehrsverbindung im stündlichen Wechsel auf der Murrbahn und der Remsbahn/Oberen Jagstbahn anzubieten. Die Perspektiven für eine zeitnahe Detailplanung und Umsetzung seien
vorzüglich und bieten die Voraussetzung, hohe Fahrgastzahlen bei umsteigefreien Verbindungen und besten Anschlüssen in Stuttgart und Nürnberg zu erreichen. Weiter führte Dr. Bläse aus, dass der Ausbau
der Strecke über Schwäbisch Gmünd, Aalen und Ellwangen im Gutachtervorschlag Deutschlandtakt enthalten ist, und es Zeit sei, der langjährigen Diskussion und Vorüberlegungen nun Taten folgen zu
lassen.

Landrat a.D. Klaus Pavel, der scheidende Sprecher der IG Schienenkorridor Stuttgart – Nürnberg bekräftigte die Forderung der IG, den Ausbau der Schienenverbindungen zwischen Stuttgart und
Nürnberg im stündlichen Wechsel auf der Murrbahn und der Remsbahn/Oberen Jagstbahn sicherzustellen und die Infrastruktur entsprechend zu ertüchtigen. Nur so könne die politisch beschlossene Verkehrswende durch den Strukturwandel in Gang gesetzt werden und einen positiven Rückhall bei den in der Region lebenden Menschen erzeugen.

Partner der Interessengemeinschaft:
Städte: Stuttgart, Schorndorf, Schwäbisch Gmünd, Aalen, Ellwangen, Backnang, Schwäbisch Hall, Crailsheim, Ansbach, Nürnberg
Landkreise: Rems-Murr-Kreis, Ostalbkreis, Kreis Schwäbisch Hall, Kreis Ansbach
Regionen: Verband Region Stuttgart, Regionalverband Ostwürttemberg, Regionalverband Heilbronn-Franken, Metropolregion Nürnberg
IHKs: IHK Stuttgart, IHK Ostwürttemberg, IHK Heilbronn-Franken, IHK Nürnberg für Mittelfranken

Weitere Informationen:
Andrzej Sielicki
Dipl.-Ing.
Verkehr, Mobilitätsprojekte
Interessengemeinschaft Schienenkorridor Stuttgart-Nürnberg
Regionalverband Ostwürttemberg
Bahnhofplatz 5
73525 Schwäbisch Gmünd
Telefon: 07171/92764-12
E-Mail: sielicki@ostwuerttemberg.org

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7. Änderung des Regionalplans 2010 Ostwürttemberg „Gewerbegebiet Im Riegel“, Neresheim;

rechtskräftig seit dem 07.02.2020.

8. Änderung des Regionalplans 2010 Ostwürttemberg "Giengener Industriepark A7 (GIP A7)", Giengen a. d. Brenz;

rechtskräftig seit dem 13.03.2020.

Die Unterlagen der Regionalplanänderungen zur öffentlichen Einsicht finden Sie hier.