Projekte // Leerstandsradar

Abschlussbericht Leerstandsradar Ostwürttemberg

In der Region Ostwürttemberg stehen durchschnittlich 5 % der Wohneinheiten -  das sind über 7.000 Wohnungen - leer. Dieser Wert ist im baden-württembergischen Vergleich überdurchschnittlich und dient als Indikator dafür, dass das Thema Leerstand in Ostwürttemberg von Bedeutung für die Ortsentwicklung und die regionale Diskussion der Siedlungsentwicklung ist. Es ist nicht unrealistisch, dass diese Tendenz sich in der Zukunft verstärken könnte.

Seit dem Jahr 2003 verzeichnet die Region Ostwürttemberg einen anhaltenden Bevölkerungsrückgang. Diesem Bevölkerungsrückgang zum Trotz ist die Nachfrage nach Bauland für Wohnen und Gewerbe in vielen Gemeinden der Region ungebrochen hoch. Dies kann ein Indiz dafür sein, dass Verlagerungsprozesse aus den Orts- und Stadtkernen in die Neubaugebiete stattfinden.

Daraus ergibt sich die Gefahr, dass der Leerstand schleichend zunimmt. Für viele Gemeinden entsteht Handlungsbedarf gewöhnlich dann, wenn der Leerstand durch den Verfall von Immobilien sichtbar wird. Erst ab diesem Zeitpunkt zu handeln ist meistens aufwendig und kompliziert. Durch die Häufung von leerstehenden Gebäuden besteht die Gefahr eines Trade-Down Effekts durch die Verödung von Ortskernen und damit zu einem Imageverlust, welchem nur mit massiven Investitionen entgegengewirkt werden kann.

Die Behandlung der Leerstandsproblematik ist ein wichtiges Zukunftsthema. Gerade in kleinen Kommunen darf es vor dem Hintergrund des zukünftig zu erwartenden stärkeren Auftretens nicht sich selbst überlassen werden. Insbesondere muss es auch gemeindeübergreifend betrachtet werden. Proaktive Strategien und Maßnahmen zur Vermeidung des Leerstands werden in Zukunft auf der interkommunalen Ebene immer wichtiger. Hier setzt das Projekt an. Durch die etablierten Kooperationen aus den Vorgängerprojekten mit den Partnern Regionalverband, Landkreise und Kommunen besteht ein funktionierendes Akteursnetzwerk zur Bearbeitung des Themas im Sinne einer flächensparenden und demographiefesten Entwicklung in der Region.

In dem Projekt „Regionaler Leerstands- Radar“ wird ein Frühwarnsystem erarbeitet mit dem Kommunen identifiziert werden, die in der Zukunft mit Leerstand intensiv umgehen müssen. In einem weiteren Schritt werden Quantität und Qualität des bestehenden oder künftigen Leerstand ermittelt. Zum Schluss werden Strategien und Maßnahmen erarbeitet, die bei der Vermeidung und Reduzierung von Leerstand angewendet werden sollen. Diese Strategien und Maßnahmen sollen für andere Kommunen übertragbar sein.

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Europäische Woche der Mobilität vom 16. bis 22. September

08.09.2017

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Zusätzliche Spätverbindungen auf der Brenzbahn

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Ergebnisbericht "Raum+ 2017" erschienen


Regionalplanänderungen

6. Regionalplanänderung des Regionalplans 2010 „Gewerbegebiet Wasserfurche“, Lauchheim

Genehmigung: 31.03.2017 (rechtskräftig ab dem 28.07.2017)

Unterlagen der Regionalplanänderung zur öffentlichen Einsicht