Ostwürttemberg // Wirtschaft

Die Besiedlung der Region konzentriert sich entlang der tief eingeschnittenen Talsysteme der Rems in Ost-West-Richtung und von Jagst, Kocher und Brenz in Nord-Süd-Richtung. Dieses Achsenkreuz bildet die wirtschaftliche Kernzone der Region mit den bedeutendsten Versorgungsschwerpunkten, den Mittelzentren Aalen, Ellwangen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd. 65% der Regionsbevölkerung und 90% aller industriell-gewerblichen Arbeitsplätzesind hier lokalisiert. Lateral dieser beiden regionalen Hauptachsen liegen relativ dünn besiedelte, vorwiegend land- und forstwirtschaftlich genutzte Räume.

Die ostwürttembergische Wirtschaft hat einen traditionellen Schwerpunkt im produzierenden und verarbeitenden Sektor mit einem breit gefächerten Branchenmix. Bedeutendste Branchen sind hierbei der Maschinen- und Fahrzeugbau, die Metallindustrie, Elektroindustrie, Optik und Feinmechanik mit einem Anteil von 64,3% (13,9 Prozentpunkte über Landesdurchschnitt) im verarbeitenden Gewerbe. Im Vergleich hierzu liegen die Dienstleistungsbereiche Handel und Verkehr sowie sonstige Dienstleistungen unter dem baden-württembergischen Landesdurchschnitt (34,9% zu 50,8%). Aber gerade hier sind in den letzten Jahren die größten Zuwachsraten zu verzeichnen.

Um Arbeitsplätze zu erhalten und anzusiedeln, sollen umfangreiche, leistungsfähige und attraktive Gewerbeflächen in allen Teilen der Region angeboten werden. 

Der Regionalplan weist daher 16 regionalbedeutsame Schwerpunkte und Standorte für Gewerbe- und Dienstleistungseinrichtungen aus. Unternehmen und Investoren finden hier ein großes Angebot vor. Ca. 100 ha Gewerbeflächen sind an diesen Standorten sofort verfügbar. Dies ist für die Wirtschaft und den regionalen Arbeitsmarkt von besonderer Bedeutung. 

Eine tragfähige Entwicklung der Raumstrukturen ist für das Leben und Wirtschaften in Ostwürttemberg unerlässlich und wirkt sich auf viele weitere gesellschaftliche Bereiche aus. Zur Sicherung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Zukunft Ostwürttembergs  müssen Techniken und Systeme vorgehalten und ausgestaltet werden, die zur Wettbewerbsfähigkeit Ostwürttembergs nachhaltig beitragen können.

Zentrale Einrichtungen

Auf dem administrativen Sektor sind in der Stadt Aalen das Landratsamt Ostalbkreis, das Arbeitsamt, ein Wirtschafts- (WiZ) und Technologiezentrum (S.T.A.R.T.) sowie im Bildungssektor die Hochschule für Wirtschaft und Technik, das IHK-Bildungszentrum, das Elektroausbildungszentrum und das Ausbildungszentrum Bau vorhanden.

In der Stadt Ellwangen haben das Landgericht Ellwangen mit der zugehörigen Staatsanwaltschaft und dem Amtsgericht, eine Reihe staatlicher unterer Sonderbehörden wie das Straßenbauamt, das Amt für Flurneuordnung und Landentwicklung, das Amt für Landwirtschaft, Landschafts- und Bodenkultur und die Gewässerdirektion Neckar/Bereich Ellwangen sowie die Kolping-Fachhochschule für Wirtschaft ihren Sitz.

Die Stadt Heidenheim beherbergt auf dem administrativen Sektor das Landratsamt Heidenheim, die IHK Ostwürttemberg, ein Technologie-Betreuungszentrum, das Amt für Landwirtschaft, Landschafts- und Bodenkultur, das Autobahnbetriebsamt, sowie im Bildungs- und Ausbildungsbereich das Metallausbildungszentrum, die Duale Hochschule Heidenheim und die Württembergische Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie.

Schließlich befinden sich in der Stadt Schwäbisch Gmünd die Außenstelle des Landratsamtes Ostalbkreis, der Sitz des Regionalverbands Ostwürttemberg und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Region Ostwürttemberg, ein Wirtschaftszentrum (ZAPP), das Staatliche Vermögens- und Hochbauamt, das Landwirtschaftliche Zentrum, die Akademie für den ländlichen Raum, das Staatliche Schulamt sowie im Bildungssektor die Technische Akademie für Berufliche Bildung, die Pädagogische Hochschule, das Hochbegabtengymnasium des Landes, die Hochschule für Gestaltung, das Berufskolleg für Formgebung, Schmuck und Gerät und der Universitätspark Schwäbisch Gmünd mit dem  Fernstudienzentrum.

Die Technologieinfrastruktur ist gekennzeichnet durch ein Netz von Wirtschafts-, Gründer- und Technologiezentren, sowie durch Forschungseinrichtungen. Die Patentanmeldungen sind im Landes- und Bundesvergleich überdurchschnittlich.

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6. Regionalplanänderung des Regionalplans 2010 „Gewerbegebiet Wasserfurche“, Lauchheim

Genehmigung: 31.03.2017 (rechtskräftig ab dem 28.07.2017)

Unterlagen der Regionalplanänderung zur öffentlichen Einsicht